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Dienstag, 21. Mai 2024

POL-SU: Verkehrskontrollen mit Schwerpunkt Güterverkehr

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Siegburg (ots) –

Am Dienstag (14. Mai) hat der Verkehrsdienst der Polizei im Rhein-Sieg-Kreis, unterstützt von Polizistinnen und Polizisten der Polizeiwachen, ganztägig Verkehrskontrollen mit dem Schwerpunkt auf den Güterverkehr durchgeführt. Zur Bekämpfung der steigenden Unfallzahlen führt die Polizei regelmäßig Kontrollen durch, bei denen besondere Verkehrsarten oder Unfallursachen im Fokus stehen. Das jeweilige Thema der Kontrollen wechselt bei den Schwerpunkteinsätzen.
Diesmal hatten die Beamtinnen und Beamten den Lkw- bzw. Güterverkehr und deren Fahrer im Blick.

Am Ende des Tages wurden über 100 Fahrzeuge überprüft. Bei fast der Hälfte der Kontrollen gab es Beanstandungen. Unzureichende Ladungssicherheit, Nutzung von Mobiltelefonen und Verstöße gegen die Lenk und Ruhezeiten waren die häufigsten Vorwürfe.

So kamen bei der Kontrolle eines Lkw-Fahrers 58 Ordnungswidrigkeitenanzeigen gegen die Sozialvorschriften zustande. An 29 Tagen hatten der Fahrer und das Transportunternehmen gegen Lenk und Ruhezeitvorschriften verstoßen.

Das Negativ-Highlight der mangelhaften Ladungssicherung war ein Daimler-Lkw, der mit Autoteilen beladen war. Auf der Ladefläche waren mit Karosserieteilen befüllte Gitterboxen mit losen Spanngurten, die mit ausrangierten Sicherheitsgurten oder Seilen verlängert bzw. verknotet worden waren, völlig unzureichend gegen Verrutschen gesichert. Neben einer saftigen Ordnungswidrigkeitenanzeige ging die Fahrt erst nach ordnungsgemäßer Sicherung der Ladung weiter.

Bei einer Kontrolle an der Bahnhofstraße in Eitorf fiel ein Citroen Pritschenwagen auf, der trotz einer relativ aktuellen Hauptuntersuchung in einem schlechten Allgemeinzustand war. Das aufgeklebte Prüfsiegel und auch die Fahrzeugpapiere machten zunächst einen ordnungsgemäßen Eindruck. Trotzdem ließen die Polizisten nicht locker. Nach einem Telefonat mit der Zentrale der Prüforganisation stellte sich heraus, dass dieses Fahrzeug nie geprüft worden war. Mithilfe einer sogenannten Forensik-Lupe wurde das Siegel noch einmal in Augenschein genommen und die Vergrößerung brachte zutage, dass die Ränder der Plakette beschädigt waren. Offensichtlich war das Siegel von einem anderen Kennzeichen entfernt worden.

Konfrontiert mit den Ermittlungsergebnissen gab der 38-jährige Fahrer aus Eitorf eine wilde Geschichte zum Besten, unter welchen Umständen er an die Hauptuntersuchung seines Transporters gekommen war. Kennzeichen und Fahrzeugpapiere wurden sichergestellt und die weitere Fahrt mit dem Citroen untersagt. Die letzte nachvollziehbare Hauptuntersuchung an dem Fahrzeug war vor vier Jahren. Gegen den Eitorfer wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Urkundenfälschung eingeleitet.

Eine andere Fahrt endete an einer Kontrollstelle an der Westerwaldstraße in Hennef. Dort wurde ein 72-jähriger Lkw-Fahrer aus Rheinland-Pfalz angehalten. Die Berufskraftfahrerqualifikation des im gewerblichen Güterkraftverkehr tätigen Mannes war bereits seit vier Jahren abgelaufen. Damit war die weitere Fahrt zu Ende und ein Ersatzfahrer musste übernehmen.

Positiv meldeten die Kontrollkräfte zurück, dass bei der Überprüfung mehrerer Gefahrgut-Lkw nichts zu beanstanden war. Die Fahrzeuge, ihrer Fahrer und die erforderlichen Dokumente waren auf Herz und Nieren überprüft worden. (Bi)

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Quelle: ots

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